Wasserstoff-Speicherung
in Salzkavernen – so funktioniert’s

Die Einspeicherung von Wasserstoff beginnt mit dem Import oder der Erzeugung etwa durch Elektrolyse – vor allem dann, wenn viel erneuerbare Energien verfügbar sind. Anschließend wird er verdichtet und in großen unterirdischen Salzkavernen gespeichert. Diese bieten nachweislich ideale Bedingungen für eine sichere und großvolumige Speicherung.

Geologische Querschnittsansicht von Erdschichten

Ganz flexibel ein- und ausspeichern

Bei Bedarf, etwa in Zeiten geringer Stromproduktion, wird der grüne Wasserstoff aus der Salzkaverne ausgespeichert, aufbereitet und je nach Anwendung weiterverteilt.

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Versorgung der Industrie

Mithilfe von Wasserstoffspeichern kann die Industrie genau so viel Wasserstoff beziehen, wie sie benötigt. Sicher, flexibel und jederzeit verfügbar.

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Rückverstromung

Wasserstoffkraftwerke sichern künftig die Stromversorgung auch während Dunkelflauten. Um Wasserstoff bereitzustellen, werden Speicher benötigt.

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Sicherer Netzbetrieb

Energiespeicher sorgen für die nötige Flexibilität im Netz und sichern so Stabilität und Versorgungssicherheit zu jeder Zeit.

Eindeutig systemrelevant: die Speicherung von grünem Wasserstoff

Unabhängig von Tageszeit oder Wetterlage: Dieses Speicher-Verfahren macht unser Energiesystem deutlich flexibler, da Wasserstoff wie ein Energiespeicher auf Abruf funktioniert. Damit wird nicht nur die Versorgungssicherheit verbessert, sondern auch die Netzstabilität unterstützt.

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Voraussetzung für das Wasserstoffsystem

Nur mit einer flexiblen Ein- und Ausspeicherung wird Wasserstoff verlässlich und bedarfsgerecht verfügbar. Ohne Speicher ist ein flächendeckendes Wasserstoffsystem unmöglich.

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Infrastruktur von Strom- und Wasserstoff

Nur durch die Verknüpfung der Strom- und Wasserstoff-Infrastruktur erschaffen wir ein Energiesystem, das langfristig sicher und flexibel ist – und komplett auf erneuerbaren Energien basiert.

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Resilienz des Energiesystems

Die Speicherung großer Energiemengen in Kavernen macht Deutschland unabhängiger. Sie schützt vor Störungen internationaler Lieferketten und unterstützt die geopolitische Sicherheit.

Größer als der Eiffelturm: eine Salzkaverne

Mit einem Volumen von mehreren Hunderttausend Kubikmetern sind Salzkavernen die Giganten unter den Energiespeichern. Sie sind so groß, dass sogar der Eiffelturm darin Platz finden würde.

450 m
400 m
350 m
300 m
250 m
200 m
150 m
100 m
50 m
0 m

1.000t

Wasserstoff können in einer einzigen Salzkaverne gespeichert werden – mindestens.

5t/h

Ein- oder Ausspeicherleistung sind für Kavernenspeicher problemlos realisierbar.

80TWh

Speicherkapazität wird laut dem Fraunhofer Institut bis zur Klimaneutralität 2045 benötigt.

Bestens vernetzt: Unsere Speicher-Standorte im Nordwesten

Unsere unterirdischen Gasspeicher bilden das Rückgrat der Wasserstoffspeicherung von morgen. An den Standorten Huntorf, Jemgum, Nüttermoor und Rüdersdorf entstehen optimale Anbindungen an das künftige Wasserstoff-Kernnetz. 37 Salzkavernen bieten dafür sichere und skalierbare Kapazitäten.

Hier finden Sie unsere Projekte

Logo Speicher

Speicher Huntorf

Erfahren Sie mehr über unseren Wasserstoff-Speicher in Huntorf.

Jonas Hockner in Anzug vor weißem Hintergrund

Ohne Speicher keine Energiewende: Wasserstoffspeicher vereinen kurzfristige Flexibilität und langfristige Versorgungssicherheit. Sie sind damit die Schlüssel zur Integration erneuerbarer Energien.

Jonas Höckner | Geschäftsfeldentwicklung
EWE GASSPEICHER GmbH

Unsere Speicher-Projekte im Überblick

Bei uns ist Wasserstoff­speicherung längst Realität: Mehrere Projekte zur Speicherung von grünem Wasserstoff werden bereits umgesetzt – und zeigen, wie die Zukunft der Wasserstoff­speicherung funktionieren kann.

Saubere Energieanlage in grünem Feld mit Windkraft

Speicher Huntorf

IPCEI

Am Standort Huntorf rüstet EWE eine vorhandene Salzkaverne auf grünen Wasserstoff um. Erfahren Sie hier mehr über dieses Projekt, das die Energiewende vorantreibt.

HyCAVmobil

EWE und das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beweisen: Die Speicherung von Wasserstoff in einem unterirdischen Kavernenspeicher funktioniert.

Industrielle Wasserstoffanlage mit Rohrleitungen

Statistisch bestätigt:
hoher Bedarf an Speicher-Möglichkeiten

EWE GASSPEICHER hat den künftigen Bedarf an Wasserstoffspeichern in einer Marktabfrage ermittelt. Das Ergebnis ist eindeutig: Speicher sind entscheidend für den Erfolg des regionalen und internationalen Wasserstoffmarktes. Was noch immer fehlt: ein verlässlicher wirtschaftlicher Rahmen für den Ausbau.

Mehr als

30Unternehmen

registrierten sich für die Marktabfrage und meldeten Bedarfe, die die geplanten Kapazitäten deutlich überschreiten.

Speicherung von Wasserstoff – Weichenstellung für die Energiewende

Flexible, leistungsfähige Speichermöglichkeiten sind entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Wir richten deshalb künftige Speicherangebote gezielt an den Bedürfnissen des Marktes aus. Sie haben Interesse an der Buchung von Speicherkapazitäten? Melden Sie sich gern bei unseren Ansprechpartnern.

Fragen und Antworten zur Speicherung von Wasserstoff

Transparenz und Dialog stehen bei uns an erster Stelle. Deshalb beantworten wir Ihre Fragen klar und verständlich. Hier finden Sie alle Infos rund um die Speicherung von grünem Wasserstoff.

Salzkavernen sind große, unterirdische Hohlräume. Sie sind geologisch stabil, gasdicht und haben sich bereits über Jahrzehnte in der Erdgaswirtschaft, insbesondere für die Speicherung von Erdgas und zur Bevorratung von Erdöl, bewährt – ideal für die Langzeitspeicherung großer Mengen Wasserstoff. 

Es gibt verschiedene Technologien zur Wasserstoffspeicherung. Neben unterirdischen Salzkavernen gibt es auch Druckgasspeicher in Tanks, Flüssigwasserstofftanks, LOHC-Systeme (Liquid Organic Hydrogen Carrier) und Feststoffspeicher. Je nach Anwendung unterscheiden sie sich in Speichervolumen, Energieverlusten und Infrastrukturbedarf. 

Je nach Tiefe und Volumen können Salzkavernen in Abhängigkeit von Kavernengröße und Betriebsdruck mehrere tausend Tonnen Wasserstoff aufnehmen – genug, um Millionen Kilowattstunden Energie zwischenzuspeichern. 

Ja. Alle unsere Speicherstandorte, wie Huntorf oder Jemgum, liegen strategisch optimal, um sie mit dem zukünftigen Wasserstoff-Kernnetz zu verknüpfen. Das ermöglicht schnellen Zugriff sowie flexible Ein- und Ausspeicherung.

Aufgrund der hervorragenden geologischen Voraussetzungen wurden Kavernenspeicher im Nordwesten gebaut – ursprünglich für die Speicherung von Erdgas und zur Bevorratung von Erdöl. Im Rahmen der Transformation rückt nun Wasserstoff in den Fokus, der inländisch vor allem in küstennahen EE-starken Regionen erzeugt werden soll. Die unmittelbare räumliche Nähe der Speicher zur volatilen Wasserstoff-Produktion aus EE-Strom stellt dabei einen großen Vorteil dar.